Didaktik der Biologie
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Mit Kindern den Weg der Wissenschaft gehen - Einfluss von Erkenntnisgewinnungsbasierten Aktivitäten auf die Engagiertheit und das Konzeptverständnis von Vorschulkindern

beteiligte Personen:

Prof. Dr. Birgit J. Neuhaus, Dr. Lucia Kohlhauf, Dr. Lena v. Kotzebue, Pamela Flores

Im Bereich der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung werden gegenwärtig verschiedene Ansätze untersucht, wie der Forschungsdrang der Kinder unterstützt werden kann. Eine didaktische Strategie, die in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen hat, basiert auf dem Prinzip der Erkenntnisgewinnung. Nach diesem Ansatz sollen Kinder durch die einzelnen Schritte des Erkenntnisweges begleitet werden: Sie sollen ein naturwissenschaftliches Phänomen beobachten, Fragen stellen, Vermutungen ableiten, diese testen, die Ergebnisse interpretieren und kommunizieren und wieder neue Fragen stellen. Durch diesen Ansatz können Kinder ihren Lernprozess aktiv gestalten und sich dabei einbezogen fühlen. Diese Engagiertheit stellt ein Qualitätsmerkmal von Lernangeboten dar, da sie den Einfluss des Lernangebotes auf den Lernerfolg moderiert und somit einen wesentlichen Faktor für nachhaltiges Lernen darstellt. Darüber hinaus soll dieser Ansatz den Kindern erlauben, ihr Konzeptverständnis zu entwickeln, welches einen zentralen Platz in der naturwissenschaftlichen Bildung einnimmt. Vor diesem Hintergrund soll in dieser Studie untersucht werden, welchen Einfluss eine Erkenntnisgewinnungs-orientierte Aktivität im Bereich der Biologie auf die Engagiertheit und das Konzeptverständnis der Kinder hat.


Um dieser Forschungsfrage nachzugehen, wurde vom Institut für Didaktik der Biologie der Universität München eine kleine, speziell für Vorschulkinder gestaltete Ausstellung entwickelt. Der Inhalt dieser Ausstellung lehnt sich an das Basiskonzept Struktur & Funktion der Bildungsstandards des Faches Biologie an (KMK, 2004). Hier können Kinder viel beobachten und ausprobieren und auf spielerische Art und Weise erfahren, wie verschiedene Waldbewohner die Herausforderungen ihres Daseins meistern und ihre Umwelt wahrnehmen. Insbesondere können sie selbstständig entdecken, wie vier wesentliche Aktivitäten (= Funktion) von unterschiedlichen Waldbewohnern gemeistert werden, die aus verschiedenen Tiergruppen stammen und damit verschiedene anatomische Voraussetzungen haben (= Strukturen). So soll den Kindern die Chance gegeben werden, durch eigenständiges Beobachten und Erforschen die Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion zu entdecken.


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