Didaktik der Biologie
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Sprachsensibler Biologieunterricht – Interventionsstudie zur Förderung professioneller Handlungskompetenz durch Unterrichtsbeobachtung

Beteiligte Personen:

LMU: Prof. Dr. Birgit J. Neuhaus, Dr. Christian Förtsch, Franziska Behling

Biologieunterricht scheint auf den ersten Blick nicht viel mit Sprache zu tun zu haben. Die Forschung hat jedoch gezeigt, dass Schüler_innenleistungen von der Beherrschung der Bildungssprache abhängen (Prediger et al., 2015). Im Unterricht wird neben dem Erwerb fachlicher Inhalte auch der Aufbau der Bildungssprache gefördert, wozu jedoch sprachliches fachdidaktisches naturwissenschaftliches Wissen (PSLK) der Lehrkräfte wichtig, jedoch nicht in ausreichendem Maß vorhanden ist (Markic, 2017). Dieses lässt sich ebenso wie Fachwissen (CK) und Fachdidaktisches Wissen (PCK) der professionellen Handlungskompetenz (Kunter et al., 2011) zuordnen, die ebenso wie die professionelle Wahrnehmung der Lehrkräfte (Seidel et al., 2010) die Unterrichtsqualität beeinflusst.

Im Rahmen dieser Studie soll untersucht werden, wie sich Beobachtung von Biologieunterricht hinsichtlich sprachsensibler Merkmale (Echevarria et al., 2014; Riebling, 2013) auf die Entwicklung von Aspekten der professionellen Handlungskompetenz (Kunter et al., 2011), sowie der professionellen Wahrnehmung (Seidel et al., 2010) bei Lehramtsstudierenden auswirkt.

Die Untersuchung wurde als Interventionsstudie geplant, für die die Uniklasse Naturwissenschaften am Städtischen Lion-Feuchtwanger-Gymnasium München genutzt wird. Diese ermöglicht videogestützte live-Unterrichtsbeobachtung ohne den Unterricht zu stören. Im Rahmen der Intervention belegen Biologielehramtsstudierende ein Seminar, bei dem biologiedidaktische Inhalte vermittelt werden. Zudem reflektieren sie Biologieunterricht, der live in einen Beobachtungsraum übertragen wird, hinsichtlich sprachsensiblen Biologieunterrichts mittels eines Beobachtungsbogens (Echevarria et al., 2014). Studierende der Kontrollgruppe belegen ein Seminar mit denselben Inhalten, jedoch ohne die Beobachtung von realem Unterricht. Stattdessen werden die sprachsensiblen Inhalte in Übungsphasen bearbeitet. In einem Prä-Post-Design werden CK, PCK und PSLK mittels Paper-Pencil-Tests erhoben. Erwartungen und Haltungen hinsichtlich sprachsensiblen Biologieunterrichts werden mittels Likert-Skala Fragebogen, die professionelle Unterrichtswahrnehmung mittels Textvignetten erhoben.

http://www.lehrerbildung-at-lmu.mzl.uni-muenchen.de/schwerpunkt-21/204_uniklasse/index.html


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