Didaktik der Biologie
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Basiskonzepte im Biologieunterricht (09/2012-11/2016)

beteiligte Personen:

LMU: Prof. Dr. Birgit J. Neuhaus, Dr. Katharina Heidenfelder, Michael Spangler

Ein Problem des Biologieunterrichts besteht häufig darin, dass biologische Inhalte als eine Fülle isolierter, wenig vernetzter Fakten unterrichtet werden und nicht zu übergeordneten Konzepten zusammengefasst und danach strukturiert werden (Wadouh, Liu, Sandmann, & Neuhaus, 2013). Eine mögliche Lösung dieses Problems stellt die von der KMK geforderte Strukturierung des Unterrichts nach Basiskonzepten dar. Deren Ziel liegt darin, den Schülerinnen und Schüler ein besser vernetztes Wissen und ein tieferes Verständnis zu vermitteln (Schmiemann, Linsner, Wenning, & Sandmann, 2012). Inwieweit dies tatsächlich erreicht wird, ist bislang ungeklärt.

Eine weitere, bisher offene Frage ist, inwieweit Kontexte im Biologieunterricht den Lernprozess vereinfachen oder ob sie diesen aufgrund einer höheren kognitiven Belastung der Lernenden durch die zunehmende Komplexität des Lernstoffs erschweren. Kontexte werden seit den 1980er Jahren erfolgreich in den Fächern Chemie (Bennett, Lubben, & Hogarth, 2006) und Physik (Finkelstein, 2005) eingesetzt, um den Alltag der Lernenden zu berücksichtigen, die Anwendung des Gelernten zu ermöglichen und so den Leistungszuwachs der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. In der Biologie gibt es hingegen nur wenige und uneinheitliche Ergebnisse zum Einfluss des Kontextes auf das Interesse und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler (Haugwitz, 2009). Sennebogen (2013) konnte in einem experimentellen Design einen Effekt des Kontexts auf das situationale Interesse und den Leistungszuwachs der Schülerinnen und Schüler für den Biologieunterricht nachweisen.

Im ersten Teil des Dissertationsprojekts soll aufbauend auf den Ergebnissen von Haugwitz (2009) und Sennebogen (2013) erstmals das Zusammenwirken von Kontexten - als spezielle Ausprägungen der Variablen Strukturierung und Komplexität – und Basiskonzepten untersucht werden. In einem 2*2 Design soll der Einfluss beider Variablen auf das Interesse und den Leistungszuwachs von Schülerinnen und Schülern untersucht werden. Neben theoretischen Erkenntnissen entsteht in dieser Arbeit Unterrichtsmaterial, das Einzug in die Praxis erhalten soll. Die Ergebnisse über den Einsatz von Kontexten und den basiskonzeptbasierten Unterricht werden zu Erstellung von Materialien für Lehrerfortbildungen genutzt.

 


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